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später ruhm

Peter Schäfer wurde 1875 von der Tagelöhnerin Barbara Berlinghof in Plankstadt unehelich geboren. Der Vater war unbekannt. Später heiratete die Mutter den Maurer Josef Schäfer, der 1891 in Mannheim und 1889 schon einmal in Plankstatt den Sohn als eheliches Kind anerkannte. Peter war von Geburt an stark behindert, kleinwüchsig und auch geistig zurückgeblieben. Wie die Mannheimer gutmütig sagen, er war „halt ä bissel dabbisch“. Er konnte keine Schule besuchen und auch keinen Beruf erlernen. Er litt an einer Unterfunktion der Schilddrüse und wurde mit seinen krummen Beinen nur 1,20 m groß. 16jährig ist er mit seiner Familie nach Mannheim gezogen. Die Mutter ist 1917 verstorben. Eine in Mannheim wohnende Tante hatte auf dem Mannheimer Marktplatz einen Blumenstand und es lag daher nahe, dass Peter für sie Blumen verkaufte, um sich auf diese Weise nützlich zu machen. Er ging jeden Abend von Lokal zu Lokal, um seine in einem Korb mitgebrachten Blumensträußchen an den Mann oder die Dame zu bringen.

Während des Krieges standen die meisten Mannheimer an verschiedenen Fronten in West und Ost, in Nord und Süd. Die Heimat hatte sich über 151 Fliegerangriffe und Nahrungsmittelmangel zu beklagen. Man hatte damals andere Sorgen und mit sich selbst zu tun. Man konnte sich nicht auch noch um einen kranken Witzbold kümmern. So ist es zu verstehen, dass der Blumepeter und „seine“ Witze beinahe in Vergessenheit geraten sind und der Peter erst wieder in den 50er Jahren im Bewusstsein der Bevölkerung auftauchte. Er gelangte zu spätem Ruhm.