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„Mannheim hoch zwei“. Ist das nicht übertrieben? Nein! Mannheim ist auf Grund seiner wechselvollen Geschichte und seinem Aufbau- und Entwicklungswillen zu einer bedeutenden Kultur-, Sport-, Handels-, Industrie- und Hafenstadt schon etwas ganz Besonderes. Es ist mit seinen 400 Jahren noch eine junge Stadt, die ihre Dynamik aber immer wieder unter Beweis stellen musste. Mit rund 325.000 Einwohnern ist Mannheim die zweitgrößte Stadt in Baden-Württemberg. Seit der Verleihung der Stadtrechte durch Kurfürst Friedrich IV. am 24. Januar 1607 ist Mannheim eine weltoffene Stadt. Durch eine Werbung des Kurfürsten in vier Sprachen (deutsch, holländisch, französisch und italienisch) wurden viele „Neusiedler“ gewonnen. Die „Privilegien und Freiheiten“ des Kurfürsten brachten den ehemaligen Dorfbewohnern und den Zugereisten vor allem die Befreiung von Frondiensten. Bauwillige erhielten unentgeltlich einen Bauplatz und durften im Neckartal kostenlos Steine brechen. Auch die kurfürstlichen Ziegeleien konnten sie verbilligt in Anspruch nehmen. Die ersten Migranten kamen oft aus religiösen Gründen aus den Niederlanden, Frankreich und der Schweiz, im 19. Jh. dagegen die Arbeitssuchenden überwiegend aus den Landesteilen Odenwald, Hessen und Pfalz. Die Zuwanderer im 20./21. Jh. stammten vorwiegend aus Italien, Spanien und Griechenland, ein großer Teil aber auch aus der Türkei, Osteuropa und Russland.

Auszug aus dem Kapitel "Mannheim und seine Einwohner" (23 Seiten)